Die Ortsumgehung Waake soll auf einer Länge von 2,5 km zwischen den beiden Ortsteilen Waake und Bösinghausen liegen und in enger Kurvenführung dreispurig um den Ortsteil Waake herum führen. Im Bereich des Verbindungswegs zwischen Waake und Bösinghausen soll sie in einem 13 m tiefen Trog geführt werden, dessen max. Breite (auf dem derzeitigen Geländeniveau) rd. 70 m (!) betragen würde. Zwischen Waake und dem Södderich würde der weitere Verlauf dann auf einem hohen Wall erfolgen. Die geplante Ortsumgehung wäre eine außerordentlich aufwändige Straßenbaukonstruktion: Insgesamt sollen 6 Brücken gebaut werden, zum einen für großflächig angelegte Aus- bzw. Abfahrten, zum anderen für die notwendige Über- und Unterquerung der Umgehung. Im nordöstlichen Bereich Waakes müssten an verschiedenen Stellen Sandsteinfelsen gesprengt werden. Insgesamt wäre die einmalige Landschaft zwischen Waake und Bösinghausen durch den Bau der OU Waake unwiderruflich zerstört. Es ist nicht zu erwarten, dass die Umgehungsstraße für die Gemeinde Waake ein Gewinn wäre. Probleme würden nicht gelöst, sondern nur verlagert. Dies gilt insbesondere für die Lärm- und Immissionsbelastung für jetzt unbeeinflusste Bereiche von Waake. Bei einer überwiegenden Hauptwindrichtung von Westen würde insbesondere der gesamte Nordteil Waakes betroffen sein: Kindergarten, Schule und Sportstätten. Im Osten würde die Straße oberhalb des dort anstehenden Bergrückens geführt und würde zu einer deutlich höheren Lärmbelastung für den Bereich „Über den Höfen“ führen.
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